Die Wetterprognosen hatten einen Wintereinbruch für den 20.02.2026 vorausgesagt - welche schwerwiegenden Folgen dieser mit sich gebracht hatte, war natürlich nicht absehbar.
Die erste Alarmierung erfolgte um 02:57 Uhr zu umgestürzten Bäumen auf die L436 Richtung Sebersdorf. Es war bereits dichter Schneefall und einige Bäume hielten der schweren Last nicht stand. Diese Bäume wurden umgehend entfernt und man konnte wieder die Einsatzbereitschaft herstellen.
Um 04:55 Uhr erfolgte die nächste Alarmierung zu einem Verkehrsunfall "PKW in Baum", ebenso auf die L436. Dort kam uns dann ein kleines Deja vu wieder entgegen. Fast ident zur Sturmkatastrophe im Jahr 2024, vielen die Bäume um wie Mikadostäbe. Die Lage war so dramatisch, dass am Einsatzort bereits der Schneepflug von umstürzenden Bäumen getroffen wurde, unser RLF auch fast, und einige Kameraden mussten schützende Sprünge in die naheliegenden Gräben durchführen, um nicht unter einem Baum begraben zu werden. Die Gefahr war als lebensbedrohend einzustufen und so wurde der Abbruch veranlasst und Rückzug angetreten.
In diesem Zusammenhang wurde die L436 gesperrt und beschlossen, die Lage zu einem späteren Zeitpunkt neu zu bewerten, sofern es sicher erscheint.
Den gesamten Tag über hat der Schneefall kaum nachgelassen und eine sichere Herangehensweise an die Aufräumarbeiten wäre nicht möglich gewesen. Betroffen war ja nicht nur die L436, sondern viele weitere Straßen in den umliegenden Gemeinden und Bezirken. Ein Drohnenüberflug am Freitag Nachmittag war aufgrund der Wetterlage seitens BFV nicht mehr möglich.
In Abstimmung mit Behörden wurde die Alarmbereitschaft aufgehoben und beschlossen, mit neuen Kräften am Samstag den 21.02. an die "Unglücksstelle" mit schwerem Gerät und Fachkräften heranzugehen.
Nach Drohnenüberflug am 21.02. durch das BFV Drohnenteam wurden die Schadenslagen ausgemacht und koordiniert mittels Kranwägen, Kettensägen, Traktoren & Manpower vorgegangen. Rund 30 Kameraden standen hier den gesamten Vormittag im Einsatz und entfernten sämtliche gefährlichen und bereits umgestürtzte Bäume von der L436 bis zum Kreuzungsbereich nach Neusiedl. Zeitgleich wurde von Neusiedl herüber auf die L436 geschnitten, um auch hier den Zufahrtsweg frei zu bekommen.
Es wurde dann noch ein Harvester hinzugezogen, der die restliche Strecke von Sebersdorf kommend freischneiden soll. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung war noch keine Aufhebung der Sperre möglich.
Ein Dank gilt allen Kameraden, allen privaten Unterstützern mit Traktoren, Kettensägen, etc - für den hervorragenden Einsatz.
Eingesetzt waren:
RLFA 1000 Grosshartmannsdorf
MTF Grosshartmannsdorf
BFV Fürstenfeld Drohne
privater Holzkranwagen
privater Traktor mit Frontlader
private Kettensägen